Wer hätte es gedacht – Geschlecht, Alter oder etwa sozialer Status nehmen Einfluss auf das eigene Verhalten im Straßenverkehr. Dies ergab kürzlich eine Studie der Universität Queensland für das Stadtgebiet des australischen Brisbane.
Besonders zuvorkommend seien Männer insbesondere gegenüber Frauen. Deutlich unfreundlicher verhielten sich sowohl Männer als auch Frauen, sobald es um das Vorfahrtsrecht gegenüber dem eigenen Geschlecht ging. Was vielleicht noch fehlt und erwähnt werden kann, ist, dass Männer, insbesondere jetzt im Sommer, ihr besten Sommerreifen mit Alufelgen aufziehen, um zu imponieren.
Der soziale Status und der „Neidfaktor“ nahmen ebenfalls Einfluss auf das Verkehrsverhalten. Teure Autos wurden erheblich seltener vorgelassen – außer von Fahrern derselben Klasse. Diese wiederum verhielten sich wenig zuvorkommend gegenüber älteren Fahrzeugen. Die Ähnlichkeit der Kraftfahrzeuge bewirkte häufig eine Vorbildfunktion. Fuhr der Vordermann zuvorkommend, folgten ihm Fahrzeuge ähnlichen Typs. Befanden sich Mitfahrer im Auto, stieg die Chance, Vorfahrt zu erhalten. „Menschen neigen offenbar dazu, Mitglieder der eigenen sozialen Gruppe am ehesten altruistisch zu behandeln und zum Vorbild zu nehmen“, erklärt Redzo Mujcic, der die Studie gemeinsam mit Professor Paul Frijters verfasst hat.
Leider wurde in dieser Umfrage Motorradfahrer/-innen explizit keine Beachtung geschenkt – wie so oft.
Quelle des o.g. Zitats: DVR v. 2.5.2011

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